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CHIO Aachen 2008 Samstag



Hier die Eindrücke von Samstag: Kür der Damen und Herren im Einzelvoltigieren und der Gruppen-Küren.

Die Gruppenprüfung wurde am heutigen Samstag entschieden. Es siegte FACE vor Neuss und Köln.

Die Einzelvoltigierer werden am morgigen Sonntag noch einmal gegeneinander antreten. Erst dann wird der Gesamtsieger ermittelt.


Küren der Gruppen:

 

Brasilien:

Hohe Blöcke, schöne Übungen, aber dazwischen immer wieder auch Unsicherheiten prägten die Kür der Brasilianer, die aus verschiedenen Vereinen stammen.

 

Vaulting Team RR:

Das niederländische Team zeigte eine ruhige Kür im Geisha-Stil in passenden, selbstgenähten Trikots. Es wurden viele Zweierübungen gezeigt, was ihr Pferd Muel van het Carelshof entlastete, der bei 3er-Übungen sichtbar zu kämpfen hatte.

 

South of Scotland Select:

Kür zu Michael Jackson-Musik mit schwierigen, hohen Blöcken. Die beiden jungen und sehr kleinen Oberfrauen wurden teilweise mehr geturnt als dass sie selber turnten. Die Gruppe hat sicherlich noch viel Potential, es war jedoch laut Sprecher auch erst das erste große Turnier der Mannschaft.

 

Squad:

Recht unsicher wirkende Kür, die jedoch ohne große Fehler geturnt wurde.

 

Thommysminde:

Zum Teil kreative Kür mit schönen Choreografie-Ansätzen, das Thema könnte Tanz sein. Große Fehler waren keine zu sehen.

 

Sun:

Die Mt. Eden-Voltigierer mit Lasse Kristensen an der Longe zeigten eine klassisch gehaltene Kür mit schönen und schwierigen Übungen und zeigten dabei kaum Unsicherheiten.

 

Team Wintermühle der JRG Köln:

Coole Michael Jackson-Kür mit kleinen Unsicherheiten.

 

Freisaal:

In gold-schwarzen bzw. ganz goldenen Trikots zeigten die Österreicher eine Kür mit zum Teil turnierisch anspruchsvollen Übungen, aber immer wieder auch Unsicherheiten. Ihr Ziel laut Sprecher: Besser voltigieren als ihre Landsleute Fußball spielen.

 

Lütisburg I:

Sehr kreative Übungen und dynamische Übergänge zeigten die Schweizer zu ihrem Motto, das der Sprecher nach der Vorstellung verriet: Wir brauchen keine Männer für eine gute Kür. Dabei stürzten sie jedoch zweimal, glücklicherweise ging es beide Male glimpflich aus.

 

FACE:

"The Dark Side of the Moon" - das war das Motto der US-Amerikaner in ihrer künstlerisch und turnierisch anspruchsvollen Kür. Jedoch waren auch kleine Unsicherheiten und ein Beinahe-Absturz während eines Dreierblocks zu sehen. Pferd Wasonero - auf dem das Team erst seit zwei Wochen trainiert - lief glücklicherweise ruhiger also noch im Einzel bei Devon.

 

RSV i. Neuss-Grimlinghausen I:

Wie schon die Amerikaner, waren auch die Neusser nicht ganz fehlerfrei - es gab zwei größere Wackler und eine Bodenberührung nach einem Abgang. Dennoch beeindruckte die Kür erneut durch ihre Eleganz und Harmonie.


Küren der Einzelvoltigierer

Sowohl die Damen als auch die Herren starteten in umgekehrter Reihenfolge den bisherigen Wertnoten nach.

 

Jana Bartonkova:

Sie rutschte in der Kür nach außen ab und musste vom Pferd. Auch die Kür vor und nach dem Sturz war etwas unsicher.

 

Jana Sklenarikova:

Ihre Kür zu Golden Eye war deutlich sicherer als die ihrer jüngeren Mitstarterin.

 

Hannah Marland:

Die Kür der jungen Kanadierin wirkte heute souveräner als am Vortag, auch wenn ein paar kleine Fehler zu sehen waren.

 

Claire de Ridder:

Claire wirkte auf Anyway unsicher, zeigte keinen Abgang, sondern ließ sich außen runterrutschen.

 

Yasmin Altmann:

Die erst 14-jährige - und somit bei diesem CHIO jüngste - Starterin zeigte eine harmonische, teilweise etwas unsauber geturnte Kür.

 

Hannah Eccles:

Deutlich sicherer erschien heute die Kür der 16-jährigen Brittin.

 

Carola Sneekes:

Ihr Pferd Rummicup galoppierte flott und machte es Carola nicht leicht, ihre Kür zu zeigen. Beim Abgang landete sie unsanft auf ihrem Gesäß.

 

Melanie Guillebeau:

Schöne Bollywood-Kür mit anspruchsvollen Übungen der amtierenden Schweizer Junioren-Meisterin.

 

Andrina Niederberger:

Andrinas Bollywood-Kür wirkte heute etwas unsicherer als die ihrer (ebenfalls 16-jährigen) Schweizer Mitstarterin.

 

Marie Brandt Hansen:

Ein paar Unsicherheiten waren in der Kür der Dänin zu sehen.

 

Rikke Laumann:

Kür mit interessanten Elementen, sauber geturnt. Lediglich bei einer Drehung auf dem Pferd musste die 6-malige dänische Meisterin kämpfen, damit sie nicht herunterfällt.

 

Antje Hill:

Antjes Cirque du Soleil-Kür wirkte sehr viel sicherer als am Vortag.

 

Simone Wiegele:

Freak out and cool down - zu diesem Motto turnte Simone ihre schwierige Kür, die teilweise etwas unsauber war.

 

Katharina Faltin:

Die erst fast meditativ dahingleitende, dann dynamisch werdende Kür gelang Katharina heute sehr gut und mit nur wenigen Unsicherheiten. Wie schon am Vortag ein Hingucker: ihr auffällig glitzerndes Trikot.

 

Marion Graf:

Sauber geturnte, anspruchsvolle Kür mit interessanten Übungen und etwas zurückhaltender Choreografie.

 

Elizabeth Osborn:

Interessant gestaltete, schwierige Kür. Die Rückwärtssprung-einarmig-Radabgang-Kombination konnte sie gerade noch retten.

 

Joanne Eccles:

Wieder sehr harmonisch, elegant geturnte tänzerische Kür zu "Lady in Red" auf W H Bentley, dessen Vater ein Dales-Pony war.

 

Ines Jückstock:

Ines zeigte in ihrer harmonischen Kür einen Wackler beim rückwärts Stehen und musste beim hohen Bodensprung außen kämpfen. Die restliche Kür war sauber.

 

Sissi Jarz:

Ausdrucksstarke und hochkarätige Kür mit sehr schwierigen Übungen im goldenen Trikot.

 

Mary McCormick:

Wieder eine sehr saubere Kür der US-Meisterin mit schwierigen Übungen zu Musik von Alicia Keys.

 

Nicola Ströh:

Eindrucksvolle "Miss Butterfly"-Kür, nach der sich Nicola sichtbar freute. Ein gelungener Abschluss der Damen-Küren.


Einzel Herren Kür:

Die Stimmung ist heute morgen besser als gestern Abend - da waren alle Anwesenden wohl schon ein wenig müde vom langen Wettkampftag.

Heute wieder im Einsatz: die Kiss and Cry-Corner.

 

James Pate:

Die Rocky-Kür war - wie am Vortag - unsicher und zum teil hart geturnt.

 

James Miller:

Deutlich besser heute die Kür des Robin Hood-Starters - er zeigte einige schwierige Übungen auf seinem Pferd Bart Simpson.

 

Nicolas Martinez Valencia:

Der 20-jährige Brasilianer zeigte eine gegen Ende immer sicherer werdende Kür auf Verlass-Pferd Airbus.

 

Stefan Csandl:

Stefan berührte beim Salto-Abgang auf Diabolos Kruppe, der während des Abgangs stehen blieb. Ansonsten war Stefans Fight Club-Kür mit ihren turnerisch anspruchsvollen Übungen meist sauber.

 

Mark-Phillip Götting:

Pferd Go for Gold lief unruhig und flott, Mark-Phillip konnte das freie Rad als Abgang gerade so noch zeigen.

 

Devon Maitozo:

Devon bat das Publikum schon zu Beginn, sich möglichst ruhig zu verhalten. Pferd Wasonero lief erneut unruhig. Devon machte mit seiner 26-jährigen Voltigiererfahrung das Beste draus, musste bei einem Sprung auf dem Pferd jedoch vom Pferd, was er dann als Abgang nahm.

 

Dennis Peiler:

Kraftvolle Tango-Kür mit nur kleinen Unsicherheiten.

 

Patric Looser:

Der Weltranglisten-Zweite und 10-fache Schweizer Meister ging volles Risiko, turnte alle Sprung und hohen Bodensprünge volle Kraft, zeigte jedoch kleine Unsicherheiten.

 

Lukas Klouda:

Heute sicherer als vom Vortag die Swing-Kür von Lukas. In Brno plant Lukas, der Mitorganisator der dortigen WM, eine neue Kür zu präsentieren.

 

Daniel Kaiser:

Eingeleitet mit dem Vortrag der ersten Zeilen aus Goethes Zauberlehrling vom Sprecher: die Kür von Daniel, die - bis auf einen Sturz nach dem anspruchsvollen Abgang - sehr sicher und ausdrucksstark war.

 

Petr Eim:

Beim hohen Bodensprung streifte Petr Apollos Kopf, der sich dadurch zum Glück nicht aus der Fassung bringen ließ. Bis auf kleine Unsicherheiten sehr sauber geturnte elegante Kür des 23-Jährigen Tschechen.

 

Kai Vorberg:

Erneut eine sehr sichere und anspruchsvolle Kür des Take That-Fans (lt. Sprecher).